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Baronesse zu Bennwil zurück zur Hierarchie

Gemeindemonster-Baronesse

Die Amtsstube lud die Dorfbewohner zur Gemeindeversammlung ein, doch ausser einem guten Dutzend Alteingesessenen und einer handvoll Zuzüger verhallte der Aufruf der Obrigkeit ungehört. Jedoch die Traktanden hatten schon einige merkwürdige Inhalte.

So schossen zum Beispiel die Telefongebühren buchstäblich ins Unermessliche. Unter dem Vermerk 71 / 3130.02 gerade mal um 430%  Die Begründung unserer Gemeindepräsidentin war ein trockenes betreff „Abonnementserhöhung“.

Das sind Steuergelder für die die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner hart gearbeitet haben. Geschätzte Einwohner, was tun sie in diesem Falle? Richtig sie versuchen den Anbieter zu wechseln.

Ein weiterer unglaublicher Vorstoss kam aus der Mitte dreier Alteingesessenen, sie wollten unsere junge aufblühende Gemeindedemokratie  mit Füssen treten und zurück ins Zeitalter der diktatorischen Form von Herrschaft alle Macht in den Händen der Gemeindepräsidentin. Doch es gab auch Stimmen im Saale die eine solche Machtkonzentration keinesfalls mehr wollten. Ein gutes Zeichen für unsere Gemeinde.

Laut Bundesverfassung Artikel 16 Informationsfreiheit, hat jede Person das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten.

76 / 7620 Hundehaltung.

Liebe Hundehalter mit der Begründung eines strukturellen Defizits erhöhte man die Gebühr. Das strukturelle Defizit stellt eine nicht unmittelbar objektiv messbare Größe dar. Man bedient sich daher bestimmter Schätzverfahren, da die Strukturkomponenten nicht direkt beobachtbar sind, werden sie anhand der vorliegenden Daten geschätzt.

Nun vertuscht man die Abrechnung indem die Löhne des Betriebspersonals nicht mehr auf den ersten Blick ersichtlich sind. 3010.01 Löhne  000.00 Fr. Sozialleistungen 000.00 Fr.   Hat der Gemeinderat eventuell einen Roboter eingestellt? Der verursacht natürlich weder Lohn noch Sozialkosten geschweige Krankheitsabsenzen und Ferienanteile.

Ein neues Konto wurde eingeflochten 3130.01 Betreuung Robidog – Behälter:  Brauchen die neuerdings eine Zusatzbetreuung von 2.760,00 Fr.?  Dieses Konto wurde eingeführt nach dem man den Vorgänger der Stelle so lange das Leben schwer machte bis er den Bettel hinwarf. Übrigens in seinem Lohn war die Betreuung der Robidogs inklusive nachzulesen unter bennwil-live. Hundesteuererhöhung! Ja klar, der Bürger zahlt ja ohne zu hinterfragen. Oder auf früheren Jahresrechnungen.

Ein Dauerthema ist auch das Wasser 71 in unserer schönen Gemeinde. Unsere zwei eventuell drei Quellen (Froschelen-Quelle) reichen wohl nicht für eine Gemeindeeigene Versorgung, da die Regierung eine 200% Versorgungssicherheit verlangt. Der abgeschlossene Vertrag mit der WVW AG ist leider zu Gunsten der Wasserliefergemeinden verfasst. Da der Bezug der WVW AG nur aus Überschusswasser stattfindet, wird in erster Linie der Bedarf der eigenen Gemeinde gedeckt. Das heisst die Liefergemeinden können Bezügergemeinden wie Bennwil den Wasserhahn schliessen und uns schlimmstenfalls buchstäblich austrocknen lassen in heissen Sommern.

Das ist ein Vertrag den das Gemeindegremium dazumal mit diesem Wortlaut nie hätte unterschreiben dürfen, da Bennwil als Aktionär verpflichtet ist anfallende Erneuerung mitzutragen, nicht weniger als 69% des Wasserleitungsnetz muss in absehbarer Zukunft nach und nach erneuert und mitfinanziert werden. Zudem steigen immer mehr Vertragsgemeinden aus dem einseitigen Vertragswerk aus und entziehen sich dadurch den zukünftigen enormen Instandhaltungskosten. Wer Pflichten hat sollte auch mindestens allzeit eine minimale Wassereinspeisung  im Vertragswerk garantiert haben.  

Wie lange wollt ihr Einwohner euch noch teilnahmslos von den wirren Begründungen der Gemeindeverwaltung knechten lassen? Erst wenn die Steuern und Gebühren wieder zur Erhöhung anstehen werden wohl einige erwachen. Ob die Kostenexplosion dann noch zu verhindern ist, sehen Dritte als fast unmögliches Unterfangen. 

Alt Kantonsrat Urs Hümbeli                         Thomas W. Greb

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