Leserbriefe an Gemeinde Bennwil 

Die Wasserversorgung Waldenburgertal  WVW

Zur Einleitung: neun Dörfer liefern oder beziehen Wasser. Die Bezügergemeinden sind Ramlinsburg, Lampenberg und Arboldswil, die haben kein eigenes Wasser, sowie teilweise Bennwil. Diese Gemeinden hatten seit bald dreier Jahre Zeit, um definitiv eine Lösung für die Zukunft zu finden, ohne nennenswerten Erfolg. Liefergemeinden sind Hölstein, Niederdorf und Oberdorf. Oberdorf gehört nicht mehr zur AG, hat aber noch einen Liefervertrag mit der Gemeinschaft. Die Wasserversorgung Waldenburgertal (WVW) basiert auf einem Regierungsratsbeschluss von 1977.

Daran beteiligt sind die Gemeinden Arboldswil, Bennwil, Hölstein, Lampenberg, Langenbruck, Niederdorf, Oberdorf, Ramlinsburg und Waldenburg. Ebenfalls von der WVW versorgt werden mehrere Höfe sowie der Arxhof und Wildenstein.

Im Jahr 2001 wurde aus der Genossenschaft eine AG. Die Verwaltungsräte haben teilweise bis zu neun Verwaltungsmandate einige davon sind nicht einmal in einem der betroffenen Dörfern wohnhaft. Es macht den Anschein, dass die Verwaltungsräte nur am Obolus interessiert sind. Man hat in den letzten Jahren viel zu wenig in die Infrastruktur investiert, als erforderlich gewesen wäre. Fazit, es besteht ein grosser Investitionsrückstand im Klartext wir müssen mit einer Kostenexplosion rechnen.

Warum haben die Amtsstuben nicht früher reagiert, den Verwaltungsräten auf die Achseln geklopft und Lösungen angefordert? Für das hat man einen Verwaltungsrat, die ja Honorar dafür beziehen. Oder sind die unterschiedlichen Interessen der neun beteiligten Dörfer das Problem? Man konnte sich nicht einigen, wer welche Lasten übernimmt. Unter dem Motto zu viele Köche verderben den Brei. Oberdorf ist ausgestiegen liefert aber an Waldenburg Wasser, Hölstein hat genug, wird aussteigen und sämtliche auf Gemeindegebiet vorhandenen Leitungen der Regionalversorgung übernehmen. Im Weiteren beabsichtigt Hölstein eine Verbindung zur Wasserversorgung Bubendorf zu erstellen, eine unabhängige Versorgungsmöglichkeit zu schaffen, beschlossen an der letzten Gmeini.

Das Ziel der Gemeinde ist es die Dorfbewohner mit einem einheitlichen günstigen Preis zu versorgen.  Was macht nun Bennwil?

Weniger Gemeinden mehr Kosten, das heisst im Klartext der Wasserpreis wird laufend erhöht ohne ein Ziel am Horizont. Somit haben wir ein Fass ohne Boden. 

Das kann nicht die Lösung für uns sein. Bennwil muss abklären und Alternativen suchen. Der Wille ist nicht mehr von allen da Lösungen zu finden, man verlässt das sinkende Schiff. Wir müssen Handlungsfreiheiten für die eigene Gemeinde finden und die Wasserversorgung unter Umständen neu aufstellen. Wasser mehr kosten nur tolerieren sofern wir nicht jährlich für andere Sanierungen eines zu grossen Netzes von Wasserleitungen mitfinanzieren müssen.

Ich Resümiere:

1) Hat die Region in Zukunft überhaupt noch genügend Wasser. Im Sommer 2015 mussten div. Notleitungen gelegt werden.

2) Das Leitungsnetz muss immer von weniger Gemeinden unterhalten werden, Wasserpreise steigen stetig hinter vor gehobener Hand wollte man den Preis auf 4.00 Fr. erhöhen. Investitionen und Erneuerungsbedarf lassen grüssen. Obwohl wir in Bämbel für viel Geld an der Gemeini die Aufforstung bewilligten, betreff Wassereinzugsgebietvergrösserung.

3) Die WVW hat ein Leitungsnetz von ca. 26 Kilometern und liefert jährlich bloss etwa 200.000 Kubikmeter Wasser. Das sind zu wenig Kunden für so viele Leitungen, weshalb ist das Wasser aus diesem Tal immer teurer.

Gedanken zu Lösungen sind gefragt die  Bämbel  aus der Sackgasse helfen. Es gibt für unsere Gemeinde auch eine Alternative wie für Hölstein. Wir investieren ebenfalls in eine Leitung, aber nach Eptingen, unsere Wasserprobleme wären damit für alle Zeiten  quantitativ und qualitativ gelöst.  Das ist eine einmalige Investition, die uns aus den Krallen der Wasserversorgung Waldenburgertal WVW befreien würde. Nehmt Gespräche auf mit der Gemeinde, und liefert Inhalte und Resultate wenn Klarheit herrscht an der Gemeindeversammlung.

 Alt Kantonsrat Urs Hümbeli

Ähnliche Artikel

Leave a Comment